Tobias Gralke
Autor | Performer

Ich mache Theater in verschiedenen Funktionen. Hier eine Übersicht meiner letzten Projekte:

Soldaten. Ein Gesellschaftsspiel (2017)

Soldaten ist ein interaktives Theaterprojekt zur Bundeswehr und Figur des deutschen Soldaten.

Über die Bundeswehr wird viel geschrieben und gesprochen. Das Klischee denkt an Kasernenlangeweile und Deutschtum, die jüngste Kampagne zeichnet ein Image zwischen Abenteuerurlaub und heldenhaftem Einsatz. Aber wer dient heute eigentlich in der Bundeswehr? Und wem oder was? Aus welchen Motiven? Worin besteht dieser Dienst? Und welche Werte sind das, die verteidigt werden sollen? Gegen wen oder was? Aus Gesprächen mit Bundeswehrangehörigen ist ein theatrales Gesellschaftsspiel entstanden, das die Teilnehmer*innen in die Gedanken und Erfahrungen von Soldat*innen einführt und zu Entscheidungen zwingt, die ins Herz unseres demokratischen Selbstverständnisses zielen.

Konzept, Recherche, Inszenierung: Tobias Gralke
Ausstattung, Grafik: Frederik Schweizer
Mitarbeit, Dramaturgie: Fabienne Fecht
Outside Eye: Veit Arlt

Gefördert durch das Institut für Medien, Theater und Populäre Kultur der Universität Hildesheim und das Studentenwerk OstNiedersachsen. Entstanden im Rahmen des „Europäischen Hinterzimmers“ am Theater Freiburg. Eingeladen zum Zeitzeug_Festival, ins Rahmenprogramm des 3. Bürgerbühnenfestivals und die Veranstaltungsreihe ecco!. 

Premiere: 11. Februar 2017 (Theater Freiburg)

Dazu ein Interview mit Radio Dreyeckland.

 

Abschaffen + Anfangen (Turbo Pascal, 2017)

Was muss weg? Welche Gebäude, Gesetze, Gedanken, Verhaltensweisen, Redewendungen, Ungerechtigkeiten, Machtstrukturen, Traditionen, Vorurteile….? Wofür wäre dann Platz?

Turbo Pascal war im Frühjahr 2017 in verschiedenen Stadtteilen Erlangens unterwegs und sammelte Ideen und Wünsche vom Abschaffen. In der anschließenden Probenphase mit Erlangerinnen und Erlangern wurde das gesammelte Material bearbeitet und auf sein utopisches Potential hin befragt. Was soll sich im eigenen und im Zusammenleben verändern? Wo kann Neues entstehen? Und was soll lieber bewahrt werden? Aus den Ergebnissen entstand im Juli eine utopische Versammlung auf dem Rathausplatz.

Turbo Pascal: Tobias Gralke, Frank Oberhäußer, Angela Löer, Eva Plischke, Margret Schütz, Janina Janke (Bühne und Kostüme), Friedrich Greiling (Musik)
Mit: Turbo Pascal und Erlanger*innen

Nachtbar feat. The Emotional (2017)

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Hey du! Ja, du. Schön, dass du da bist. Heute geht es nur um dich. Wir wollen mit dir feiern. Wir wollen sehen, was in dir steckt. Wir wollen uns mit dir synchronisieren. Wir wollen deine Emotionen. Deinen Affekt. Deinen Ausnahmezustand. Und du willst es auch, sonst wärst du nicht hier. Mach erstmal, was wir sagen. Du kriegst von uns Aufgaben. Auf manchen Zetteln ist ein Kamerasymbol. Das heißt, du sollst ein Foto machen und es auf Instagram hochladen: #emonachtbar Die erste Phase dauert 10 Minuten. Wer wir sind, ist ganz egal. Dieser Raum ist nur für dich. Gleich kommt der Break und dann geht es los. Achtung. Jetzt.

Von und mit: Ann-Kathrin Büdenbender, Marion Dunkert, Leonie Ewers, Camilla Ferraz, Michael Geißelbrecht, Tobias Gralke, Annekatrin Utke

Premiere: 12. Mai 2017, TfN Hildesheim

 

Völkerwanderung (Turbo Pascal, 2015)

 Die Weltgeschichte ist eine Geschichte von Ein- und Auswanderungen, von Flucht, Aufbruch, Sehnsucht und Ankunft. Wie kann Stadtgeschichte als Migrationsgeschichte erzählt werden? Wo fängt unsere eigene Migrationsgeschichte an?

Wir begeben und auf eine Völkerwanderung entlang des Saums der Zeit und wandern durch den Stadtteil Littenweiler. Mit Hilfe aller Bewohner_innen eröffnen wir ein lebendes Archiv, in dem Geschichten und biografische Fragmente von Ein- und Ausreisewilligen, alten und neuen Deutschen, Flucht- und politischen Bewegungen gespeichert, umsortiert und weiter erzählt werden. Anfang Mai wird das Archiv rund um das Flüchtlingswohnheim Hammerschmiedstraße zur Aufführung gebracht und Auszüge aus dem ‚Ordner für Aubruchsstimmungen‘, ‚dem Ordner enttäuschte Erwartungen oder dem ‚Ordner für neue Papiere‘ zu Gehör bringen.

Ein Projekt von Turbo Pascal, Element 3 in Kooperation mit dem Theater Freiburg.
Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und das Kulturamt der Stadt Freiburg.

Konzept, Recherche, Regie: Margarethe Mehring-Fuchs, Frank Oberhäußer, Veit Merkle, Kathrin Feldhaus, Eva Plischke, Tobias Gralke
Ausstattung: Nina Hofmann
Komposition: Friedrich Greiling, Ro Kuijpers
Dramaturgie: Veit Merkle

Mit: Kathrin Feldhaus, Margarethe Mehring-Fuchs, Veit Merkle, Frank Oberhäußer, Eva Plischke und Bürgerinnen und Bürger aus Littenweiler. 
Musiker: Friedrich Greiling, Ro Kuijpers, Heim und Flucht Orchester, Musikverein Littenweiler.