Tobias Gralke
Autor | Performer

Ich mache Theater in verschiedenen Funktionen. Hier eine Übersicht meiner letzten Projekte:

Soldaten. Ein Gesellschaftsspiel (2017)

Soldaten ist ein interaktives Theaterprojekt zur Bundeswehr und Figur des deutschen Soldaten.

“Wir sind die offene Gesellschaft und müssen uns verteidigen. Sagen viele. Weil der Extremismus weltweit wächst, weil Konflikte zunehmen, weil der Terrorismus nach Europa kommt, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung und die ihr zu Grunde liegenden Werte bedroht. Es gibt Leute, die geschworen haben, dieses Recht und diese Freiheit „tapfer zu verteidigen“, aber warum wissen wir so wenig über sie? Wer dient in dieser Krisenzeit eigentlich in der Bundeswehr? Und wem oder was? Aus welchen Motiven? Worin besteht dieser Dienst? Und welche Werte sind das, die verteidigt werden sollen? Gegen wen oder was?

Theatermacher Tobias Gralke spricht in einer einjährigen Recherche mit Bundeswehrangehörigen aller Dienstgrade und Altersstufen und entwickelt aus dem Textmaterial ein szenisches Plan- und Brettspiel, das die Teilnehmer*innen in die Gedanken und Erfahrungen von Soldat*innen einführt und in spielerischen Situationen zu Entscheidungen zwingt, die ins Herz unseres demokratischen Selbstverständnisses zielen.”

Konzept, Recherche, Inszenierung: Tobias Gralke
Ausstattung: Frederik Schweizer
Mitarbeit, Dramaturgie: Fabienne Fecht
Outside Eye: Veit Arlt

Premiere: 11. Februar 2017 (Theater Freiburg)

Dazu ein Interview mit Radio Dreyeckland.

 

Völkerwanderung (Turbo Pascal, 2015)

 “Die Weltgeschichte ist eine Geschichte von Ein- und Auswanderungen, von Flucht, Aufbruch, Sehnsucht und Ankunft. Wie kann Stadtgeschichte als Migrationsgeschichte erzählt werden? Wo fängt unsere eigene Migrationsgeschichte an?”

“Wir begeben und auf eine Völkerwanderung entlang des Saums der Zeit und wandern durch den Stadtteil Littenweiler. Mit Hilfe aller Bewohner_innen eröffnen wir ein lebendes Archiv, in dem Geschichten und biografische Fragmente von Ein- und Ausreisewilligen, alten und neuen Deutschen, Flucht- und politischen Bewegungen gespeichert, umsortiert und weiter erzählt werden. Anfang Mai wird das Archiv rund um das Flüchtlingswohnheim Hammerschmiedstraße zur Aufführung gebracht und Auszüge aus dem ‚Ordner für Aubruchsstimmungen‘, ‚dem Ordner enttäuschte Erwartungen oder dem ‚Ordner für neue Papiere‘ zu Gehör bringen.”

Ein Projekt von Turbo Pascal, Element 3 in Kooperation mit dem Theater Freiburg.
Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und das Kulturamt der Stadt Freiburg.

Konzept, Recherche, Regie: Margarethe Mehring-Fuchs, Frank Oberhäußer, Veit Merkle, Kathrin Feldhaus, Eva Plischke, Tobias Gralke
Ausstattung: Nina Hofmann
Komposition: Friedrich Greiling, Ro Kuijpers
Dramaturgie: Veit Merkle

Mit: Kathrin Feldhaus, Margarethe Mehring-Fuchs, Veit Merkle, Frank Oberhäußer, Eva Plischke und Bürgerinnen und Bürger aus Littenweiler. 
Musiker: Friedrich Greiling, Ro Kuijpers, Heim und Flucht Orchester, Musikverein Littenweiler.